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Das klassische Familienstellen Kurze Geschichte des Familien-Stellens Das Familien-Stellen in seiner heutigen Form "nach Hellinger" wurde in den letzten 15 Jahren von Bert Hellinger entwickelt. Es basiert nicht zuletzt auf der systemischen Denkweise, die mit Gregory Bateson in den 30er Jahren ihren Anfang nahm und auch von anderen Therapeuten in der Praxis eingesetzt und entwickelt wurde:
Für die therapeutische Behandlung eines Klienten muß demzufolge seine Familie, das System, in das er eingebunden ist, mit einbezogen werden. Im Psychodrama entdeckte der rumänisch-amerikanische Psychiater Jakob Moreno durch das Theaterspiel die Bedeutung der sozialen Bindungen seiner Klienten. Er hatte erkannt, daß die Probleme und psychischen Störungen eines Menschen mit seinem Umfeld zusammenhängen. Von Virgina Satir, amerikanische Sozialarbeiterin in Palo Alto, stammt die Familienrekonstruktion und die Familienskulptur (wobei letztere allerdings nicht identisch mit dem Familien-Stellen nach Hellinger ist). Alle Familienmitglieder erarbeiten sich gemeinsam, wie sie in die Reihe der Generationen eingebunden sind, und wie sie sich von den aus der Familie übernommenen Aufträgen lösen können. Wichtige Impulse kommen auch aus der Arbeit von Ivan Boszomenyi-Nagys, die sich aus dem Denken Martin Bubers ableitet und den notwendigen Ausgleich von Geben und Nehmen in zwischenmenschlichen Beziehungen betont. Parallel zu diesen Entwicklungen arbeitet Bert Hellinger mit dem einzelnen Klienten und dessen innerem Bild der Familie, so wie es sich in den Wahrnehmungen der aufgestellten Stellvertretern zeigt. Er bezeichnet die zugrundeliegende Haltung und das sich daraus entwickelnde therapeutische Vorgehen als phänomenologisch.
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